
Porträt
Firmenporträt: Deutsche Benkert
Es geht um das Papier am Mundstück, das bei den meisten Zigarettenmarken mit einer gelblich-braunen Korkimitation versehen ist. Möglich sind hier jedoch auch weiße oder mehrfarbige Varianten mit Gold- und Silberlinien oder Logos mit bis zu sechs Farben. Die Herstellung von Filterzigaretten ist ein äußerst komplexer Prozess, bei dem alle Bestandteile innerhalb von Millisekunden zusammengeführt werden müssen. Somit müssen die eingesetzten Bestandteile eine absolut gleich bleibende und hohe Qualität haben. Seit die Filterzigarette zu Beginn der 1950er-Jahre die vorher übliche Strangzigarette verdrängt hat, beliefert die benkert group nahezu alle namhaften Zigarettenfirmen mit Mundstückbelagpapier. Dabei spielen Zuverlässigkeit und Qualität eine entscheidende Rolle. „In unserem Nischensegment gehören wir zu den Marktführern auf dem Weltmarkt“, sagt Inhaber Michael Benkert. Der weltweit anerkannte Ruf der Gruppe verpflichte im Hinblick auf Anlagen und Maschinen, stets auf dem neuesten Stand zu sein.
Wirtschaftskrise? Nicht bei der benkert group
In den vergangenen Jahren wurden deshalb erhebliche Investitionen vorgenommen und im Jahr 2003 ein modernes Qualitätssicherungs- und Entwicklungszentrum fertiggestellt. Auch die wirtschaftliche Krise kann dem Unternehmen kaum etwas anhaben. „Da der Konsum von Filterzigaretten kaum von Krisensituationen tangiert wird, ist die benkert group zumindest mittelfristig nicht von der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen“, so der Inhaber. Das Unternehmen gestaltete einige Änderungen im Verbraucherverhalten entscheidend mit. Als in den 70er-Jahren immer mehr das Thema „Rauchen und Gesundheit“ und damit leichtere Marken und Schadstoffreduktion in den Blickpunkt rückten, entwickelte die Gruppe die ersten Perforationsmaschinen. Diese Maschinen bringen mikrofeine Löcher in definierten Zonen mit niedrig tolerierten Luftdurchlässigkeiten auf dem Mundstückbelag auf. Die Perforationen ermöglichen eine Ventilation der Zigarette, d. h. der Rauchstrom wird mit Frischluft verdünnt. Damit werden die Schadstoffwerte pro Zigarette reduziert und kontrolliert. Heute werden elektrostatische Perforationsmaschinen von der 1993 gegründeten Firma mpe (Microperforation Engineering GmbH) errichtet, die später vollständig in die benkert group eingegliedert wurde. Neben dem Mutterwerk in Herne und der mpe GmbH ist die Gruppe auch international aufgestellt und beschäftigt weltweit etwa 700 Mitarbeiter. Weitere Standorte befinden sich in Schottland, der Schweiz, Malaysia und der Volksrepublik China.
Umwelt schonende Produktionsweise
Permanente Optimierungen, die Nähe zum Kunden sowie eine hohe Priorität des Umweltschutzes sind Leitlinien der benkert group. So sind die Tiefdruckmaschinen mit Lösemittelrückgewinnungs- und Nachverbrennungsanlagen zur Abluftreinigung ausgestattet. Damit werden alle vorgegebenen Grenzwerte und Emissionsmengen nicht nur eingehalten, sondern meist sogar weit unterschritten. Auch die moderne Laborausstattung in allen Werken, die effiziente Lagerlogistik und die Warenwirtschaftssysteme zur schonenden Handhabung der Materialien tragen zur Umwelt schonenden Produktionsweise der gesamten benkert group bei.
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